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Geitebrücker SV
Die Gründungsversammlung des Geitebrücker Schützenvereins fand im
Lokal der Familie Schulte in der Bechelte statt. Er bestand zu diesem
Zeitpunkt schon einige Jahre als Teil des Eckeseyer Bürger- Schützen-
und Gesangvereins. Tatsächlich ist der Schützenverein also schon älter
als 120 Jahre. Leider haben die beiden Weltkriege Dokumente und
Unterlagen über das Vereinsleben vernichtet. Der Verein wurde benannt
nach der im Stadtteil Eckesey über die Volme führenden Brücke.
Den Glanzpunkt vor Ende des 19. Jahrhunderts bildete das erste große
Schützenfest mit dem Königspaar Hermann Wiesemann und Lina Timmerbeul.
Dieses Volksfest fand "In der Klippe" nahe des Schützenheimes am Fuße
des Hallerkopfes statt. Im Jahre 1908 wurde der Schießstand "In der
Bleiche" in einer Feierstunde seiner Bestimmung übergeben.
Der erste Weltkrieg unterbrach das Vereinsleben. Trotz der in den
folgenden Jahren ansteigenden Arbeitslosigkeit und politischen
Hochspannung blieb der Geitebrücker Schützenverein eine starke
Gemeinschaft. 1922 wurde der Anschluß an den Schützenkreis Hagen und
dem Westfälischen Schützenbund vollzogen.
1938 fand das letzte große Schützenfest vor dem zweiten Weltkrieg
statt. Der weiteren Entwicklung des Geitebrücker Schützenvereins wurde
Einhalt geboten. 1945 kam die Vereinstätigkeit durch Verbot der
Besatzungsmächte gänzlich zum Erliegen.
Einigen treuen Anhängern ist es zu verdanken, daß der Geitebrücker
Schützenverein weiterhin bestand. Albert Aufenberg war von 1954 bis
1998 erster Vorsitzender. In diesen 44 Jahren wurde die Geschichte des
Vereins wesentlich von Albert beeinflusst. Der Verein wurde sein
Lebenswerk. Der Bau des Kleinkaliberstandes sowie die Erbauung unseres
jetzigen Schützenheimes gelang unter seinem Vorsitz.
Nach dem die Frauen 1984 als vollwertige Mitglieder in den Verein
aufgenommen worden waren (für hausfrauliche Tätigkeiten waren sie
schon immer gern gesehen), nahmen sie auch aktiv am Training teil.
Nachdem sie zunächst nur "just for fun" trainierten, war man bestrebt,
eine Damen-Mannschaft kontinuierlich aufzubauen. Die Frauen zeigten
sich viel emsiger und ehrgeiziger als die männlichen Schützen.
Inzwischen können die Damen auf eine ganze Reihe Erfolge
zurückblicken. Rita Warmuth schoß 1988 als erste Frau den Vogel ab und
erlangte somit Königswürde.
Als Klaus-Dieter Purcz 1992 die Jugendabteilung übernahm, stand ihm
ein hartes Stück Arbeit bevor. Das Interesse von Jugendlichen am
Schießsport war so ziemlich auf dem Nullpunkt. Nachwuchs aus den
eigenen Reihen gab es praktisch nicht. Also hieß es, Freunde und
Bekannte zu motivieren, Aktionen wie "Tag der offenen Tür" und
"Schnuppertraining" zu besuchen und Freude an dieser Art von Sport zu
finden.
Inzwischen können wir stolz auf eine Jugendabteilung von insgesamt 35
Kindern und Jugendlichen sein, von denen ca. 15 regelmäßig und aktiv
am Training teilnehmen.
Bis zum Jahre 1986 war die Gaststätte "Bechelte" der Fam. Schulte das
Gründungs- und Vereinslokal des Schützenvereins. Danach erwarb das
gesamte Gelände der Dachdeckerbetrieb Henke und gestaltete es zum Teil
in ein Sport-Center um bzw. siedelte eine Imbiß-Kette und einen
Getränkemarkt an.
An dieser Stelle sei der Familie Schulte gedankt, die stets mit und
für den Geitebrücker Schützenverein gelebt hat. Noch heute sind die
Nachkommen dem Verein verbunden. Leider behindert das Schützenheim die
Firma Henke in seiner weiteren Grundstücksplanung und wird seinen
Geburtsort Eckesey 2006 verlassen und in den benachbarten Stadtteil
Vorhalle ausweichen müssen.
Im Frühjahr letzten Jahres wurde bei Baumaßnahmen die
Vogelschießanlage des Vereins abgerissen und zerstört und somit die
Durchführung des Schützenfestes in der Bechelte unmöglich gemacht. Der
befreundete Altenhagener Schützenverein hat in dieser Situation
spontan geholfen und es möglich gemacht, unser Schützenfest auf dem
dortigen Gelände durchzuführen.
Martina Schlotter
Pressewartin
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